Bipolare Störung

Was ist eine bipolare Störung?

Die bipolare Störung (bi=zwei) ist eine psychische Störung mit einem phasenhaften Verlauf. Es können sowohl depressive Episoden als auch Episoden mit deutlich gehobener Stimmung (Manie) voneinander abgegrenzt werden. Verlauf und Ausprägung sind sehr variabel, die Krankheitsepisoden dauern meistens mehrere Wochen oder auch Monate an.
Es ist anzumerken, dass die Krankheitsdefinition in den zwei gängigen Diagnosekatalogen leichte Unterschiede aufweist. Im "ICD-10" ( International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) werden zumindest zwei Krankheitsepisoden gefordert. Im "DSM-V" ( Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) ist für die Diagnose einer bipolaren Störung bereits eine manische Episode ausreichend. Es wird hier auch zwischen der Bipolar-I (im Krankheitsverlauf manische Episoden in voller Ausprägung) und Bipolar-II Störung (im Krankheitsverlauf leichte manische Episoden) unterschieden..

Welche Symptome treten auf?

Leitsymptom einer Manie ist die deutlich gehobene oder manchmal auch gereizte Stimmung. Es finden sich häufig Größenideen, vermehrte Risikobereitschaft, Rededrang, Geselligkeit, vermehrte Kreativität, Libido und gesteigerte Leistungsfähigkeit. Das Schlafbedürfnis kann zeitweilig völlig aufgehoben sein. Die Manie kann manchmal ein Ausmaß annehmen, dass eine Krankenhauseinweisung notwendig ist. Hierbei bestehen im Einzelfall auch Psychoseaspekte mit schwerer Störung des Realitätsbezuges. Nach dem Abklingen der Manie folgt häufig eine hartnäckige Depression. Ein Teil der Betroffenen leidet zusätzlich an Angst- oder Suchterkrankungen.

Welche Therapie ist sinnvoll?

Zur Behandlung der der bipolaren Störung existieren hochwirksame und relativ gut verträgliche Medikamente (sog. Phasenprohylaktika). Einen hohen Stellenwert nimmt auch die Psychotherapie ein. Die deutsche Psychiatriegesellschaft empfiehlt die "interpersonelle Psychotherapie und soziale Rhythmustherapie".

Zur medikamentösen Therapie der bipolaren Störung werden primär die Wirkstoffe "Lithium" oder "Valproinsäure" empfohlen. Beim Vorliegen von Nebenwirkungen oder Kontraindikationen weicht man nicht selten auf sogenannte Neuroleptika aus. Beispiele hierfür sind Aripiprazol, Quetiapin und Risperidon.

Bipolare Störung Symbol

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus an nicht erkannten bipolaren Störungen.

Weiterführende Links:

Schizophrenie

Die Schizopohrenie ist eine  psychische Erkrankung mit Störung der “Realitätskontrolle” und darf nicht mit der sog. Borderlinestörung verwechselt werden.

Suchterkrankungen

Man unterscheidet stoffgebundene und Verhaltenssüchte. In beiden Fällen kommt es unter anderem zu einem fortschreitenden  Kontrollverlust.

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